Nicht nur auf Nahrungsmitteln bilden sich Schimmelpilze. Auch in feuchten Räumen wie dem Badezimmer gedeihen Sporen verschiedener Art. Schwarzer Schimmel kann ein gesundheitliches Risiko darstellen.
Es gibt unzählige verschiedene Schimmelpilzarten, die sich oft nur durch eine im Labor durchgeführte Analyse voneinander unterscheiden lassen. Jedoch auch mit dem bloßen Auge kann man bereits eine erste Klassifizierung durchführen. Als wichtigster Hinweis dient hier die Farbe, die sich zumeist in einem Spektrum zwischen Grauweiß über Gelbgrün bis hin zu Schwarz bewegen kann. Hinter jeder Farbnuance verbirgt sich eine andere Sporenart. Nicht jeder Schimmelpilz ist gesundheitsschädlich. Um eine ernsthafte Gefahr darzustellen, muss man dem Schimmel in der Regel über lange Zeit ausgeliefert sein. Die Konzentration der Sporen in der Luft sowie die Menge von zugeführter Frischluft sind ebenfalls Faktoren, die man bei der Bestimmung des Gesundheitsrisikos berücksichtigen sollte. Generell gilt, dass Allergiker oder anderweitig geschwächte Personen empfindlicher auf Schimmelpilzbelastung reagieren, als solche, die gesund sind.
Die Farbe allein reicht nicht aus, um die Art des Schimmels zweifelsfrei zu identifizieren. So gibt es beispielsweise verschiedene Situationen, in denen schwarzer Schimmel auftritt, wobei es sich jeweils um eine andere Art handelt. Eine weitverbreitete Gattung ist der sogenannte Stachybotrys chartarum. Hierbei handelt es sich um schwarzen Schimmel, der oft Toxine produziert. Ist dies der Fall, so ist bereits eine geringe Konzentration der Sporen in der Raumluft schädlich. Aufgenommen werden sie hauptsächlich über die Atemwege und durch Hautkontakt, wobei auch bereits abgestorbene Sporen noch eine toxische Wirkung entfalten können. Dieser Gattung angehörender schwarzer Schimmel gedeiht besonders gut auf feuchtem Untergrund. Typischerweise findet man ihn dort, wo Wasser kondensiert und ein zellulosehaltiger Baustoff für ausreichende Ernährung sorgt. Dazu zählen Tapeten und Gipskarton.
Wo schwarzer Schimmel auftritt, ist oft ein länger zurückliegender und durch Feuchtigkeit entstandener Schaden zu finden. Wenn der Schimmel bereits unter die Oberfläche vorgedrungen ist, hilft meist nur noch eine von Fachleuten durchgeführte Sanierung des betroffenen Bereiches.
07. Juni